Kind will nicht in den Kindergarten

Mein Kind will nicht in den Kindergarten!

CarolinMai 28, 2021

Was du tun kannst und woran es liegen könnte, wenn dein Kind nicht in den Kindergarten will.

In Österreich gehen Kinder ab 3 Jahren in den Kindergarten, vorher besteht die Möglichkeit sie in die Krabbelstube zu geben. Kindergarten ist für Kinder, wie für Erwachsene die Arbeit. Es gibt verschiedene Phasen, jeder Tag ist anders und es gibt auch Tage, wo du gar nicht arbeiten gehen willst. In diesem Blogpost werde ich dir 3 unterschiedliche Situationen aufzeigen und dir Lösungsvorschläge mitbringen zum Thema: Mein Kind will nicht in den Kindergarten! Was du tun kannst und woran es liegen könnte!

Situation 1: Kindergartenstart: Kind 3 Jahre: nach 3 Tagen, will es nicht mehr in den Kindergarten.

Mögliche Ursachen:

  • Lautstärke in der Gruppe: 20 oder mehr Kinder in einer Gruppe haben einfach eine gewisse Lautstärke – und das ist völlig normal und gut so. Möglicherweise ist dein Kind diesen Lärmpegel noch nicht gewohnt und empfindet es als zu laut.
  • Schutz: wenn das Kind zu den jüngsten gehört, kann es sein, dass es noch ein Bedürfnis nach Schutz hat, es sich vor den größeren und sportlicheren Kindern fürchtet.
  • Orientierung: es noch nicht weiß, wie die Abläufe im Kindergarten sind; Regel kennenlernen; Gewohnheiten etc.
  • Innere Haltung der Mutter: möglicherweise fällt es der Mutter schwer ihr Kind in die Fremdbetreuung zu geben, vielleicht fehlt ihr das Vertrauen oder die Sicherheit. Und das spiegelt sich beim Kind wider.

Strategien:

nimm dir Zeit für dein Kind, versuche es zu verstehen. Warum weint es, warum will es nicht in den Kindergarten? Es kann sein, dass dein Kind dir antwortet, es kann ebenso sein, dass es selber noch überfordert ist, all diese Eindrücke zu verarbeiten. In solchen Situationen kannst du dein Kind konkret fragen: „Kann es sein, dass es dir zu laut ist“ und wenn es mit „Ja“ antwortet, frage weiter: „Kann es sein, dass es zu laut ist, wenn alle Kinder zusammen sind“ um eine Ja Umgebung zu schaffen und dem Kind zu zeigen, dass es verstanden wird. Gleichzeitig ändert dies nichts an deiner Inneren Haltung „Mein Kind geht ab jetzt in den Kindergarten“. Nun heißt es Lösungen zu finden: vielleicht kannst du dich auch mit den Erzieherinnen absprechen: was wäre eine Möglichkeit, wenn es dem Kind zu laut ist: 1. Die Erzieherin informieren, 2. Eine ruhige Ecke suchen, 3. Vielleicht mit der Erzieherin und ein paar anderen Kindern in die Garderobe gehen und dort eine Vorleseeinheit zu machen … 

Du siehst es gibt verschiedene Lösungswege, denen aber eines gemeinsam ist, nämlich, dass dein Kind sagt, was es braucht. Und das findest du nur heraus, indem du es fragst.

Falls du feststellst, dass du dir noch nicht ganz sicher bist, dann spüre in dich hinein, was sich bei dir tut und finde heraus, woran es liegt. In solchen Fällen kann es auch helfen, wenn der Vater oder Großeltern oder der Kindergartenbus dein Kind in den Kindergarten bringen.

Situation 2: Kind geht schon länger in den Kindergarten: plötzlich will es nicht mehr:

Mögliche Ursachen:

  • Gab es einen Vorfall: zB negative Aussagen der Erzieherin über das Kind im Beisein des Kindes?
  • Unsicherheit: ist die Mama über den Kindergarten, die Art der Betreuung verunsichert.
  • Mamanähe: das Kind braucht die Nähe der Mutter.

Strategien: hier heißt es herauszufinden, an was es liegt. Versuche zu reflektieren, ob es in der letzten Zeit Situationen gab, die ev. dich oder dein Kind verunsichert haben. Bei Bedarf bitte um ein Gespräch mit der Erzieherin.

Liegt es daran, dass dein Kind Mamanähe benötigt, finde Strategien, wie es Mamanähe bekommt, auch wenn du nicht da bist: zB kannst du ihm dein T-shirt von dir mitgeben oder ein Foto von dir/euch oder du machst ein Geheimzeichen auf den Arm des Kindes, wodruch es sich an dich erinnert oder oder oder.

Situation 3: Ferien/Krankheit/Unterbrechung und somit ein „Neustart im Kindergarten“

Mögliche Ursachen:

  • Struktur: dein Kind lebt im hier und jetzt; es weiß nicht was morgen ist.
  • Innere Haltung Mutter: hast du deine Gründe, warum dein Kind in den Kindergarten geht (auch wenn du zb an diesem Tag zuhause bist)?
  • Übergänge: sind für Kinder generell herausfordernd, sei es vom Spielen am Spielplatz zum Heimgehen, vom Malen zum Lesen, vom Ausziehen zum Anziehen, vom Kindergarten nach Hause etc.

Strategien:

Um deinem Kind Orientierung und Struktur zu geben, könntest du beispielsweise einen Kalender basteln. Du kannst dein Kind auf Situationen vorbereiten, indem du ihm sagst, was kommt.

Wenn es an deiner Inneren Haltung liegt, sei dir im Klaren, warum du dein Kind in den Kindergarten bringst: du brauchst die Unterstützung vom Kindergarten, du bist zwar zu Hause, hast jedoch Erledigungen. Frage dich, ob du dir in deiner Inneren Haltung klar bist, und wenn nein, frage dich warum nicht.

Grundsätzlich sind Übergänge für Kinder herausfordernd, da es heißt eine gewohnte Situation zu verlassen und in eine neue, unbekannte Situation zu kommen – das kann Angst und Unsicherheit auslösen.

Fazit Mein Kind will nicht in den Kindergarten! Was du tun kannst und woran es liegen könnte

Jedes Kind ist unterschiedlich, jedes Kind hat seine Bedürfnisse. Ein „ich mag nicht in den Kindergarten“ hat so viele Facetten und ich hoffe dir mit diesen Beispielen Impulse gegeben zu haben, woran es liegen könnte. Eines ist allen Strategien gemein, nimm dein Kind wahr, beobachte es und sprich mit ihm, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrungen in solchen Situationen in einem Kommentar unter dem Post schreibst, so können wir uns gegenseitig austauschen.

Alles Liebe,

deine Caro

P.S. kennst du schon meinen Blogpost zum Thema Elternratgeber?

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